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Studien zeigen deutliche Verschiebungen: Laut Forrester planen 95 % der B2B-Käufer, generative KI in ihrem Kaufprozess zu nutzen. Gleichzeitig ist der klassische SEO-Traffic bereits um 15-25 % gesunken. Prognosen von SEMrush deuten darauf hin, dass KI-gestützte Suche die traditionelle Suche innerhalb von drei Jahren überholen könnte.
Während klassisches SEO weiterhin wichtig bleibt, adressiert Generative Engine Optimization (GEO) eine andere Herausforderung: Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Marke erscheint – und korrekt dargestellt wird –, wenn KI-Systeme Fragen zu Ihrer Branche beantworten? Der Unterschied: Google zeigt weiterhin eine Ergebnisliste – zunehmend ergänzt durch AI Overviews –, während KI-Systeme wie ChatGPT, Copilot oder Perplexity eine einzelne, synthetisierte Antwort liefern. Wenn Ihre Marke dort nicht erwähnt wird, sind Sie für diese Anfrage faktisch unsichtbar.
Anders als in den Anfangsjahren des SEO vollzieht sich der Wandel zur KI-gestützten Suche mit hoher Geschwindigkeit. Unternehmen, die bereits messbare Fortschritte erzielen, gehen GEO nicht punktuell, sondern systematisch über mehrere Dimensionen hinweg an.
Das AEO Maturity Model von Webflow – entwickelt auf Basis von Hunderten CMO-Gesprächen und Datenanalysen – bietet hierfür einen strukturierten Rahmen mit vier zentralen Kategorien, jeweils unterteilt in fünf Reifegradstufen.
Die Herausforderung geht über bloße Sichtbarkeit hinaus: Jahre investierter Markenarbeit können in generischen Antworten verwässert werden – oder durch ungenaue, veraltete Informationen sogar Schaden nehmen. Gleichzeitig zeigen Daten von Vorreitern deutliche Erfolge: Webflow berichtet von 42 % mehr Traffic und 14 % mehr Anmeldungen innerhalb von zwei Monaten durch systematische Content-Aktualisierungen. In manchen Fällen stammen bereits 8 % aller neuen Anmeldungen direkt aus LLM-Quellen.
Die meisten Unternehmen befinden sich noch in frühen Phasen (Level 1-2): Content ist keyword-fokussiert, oft veraltet, ohne zusammenhängende Struktur. Fortgeschrittene organisieren Content in thematischen Clustern mit einem zentralen „Cornerstone“-Stück – etwa eine umfassende Studie oder ein ausführlicher Leitfaden – als Anker. Untersuchungen zeigen: 95 % der ChatGPT-Zitate verweisen auf Seiten, die in den letzten 10 Monaten aktualisiert wurden. Die höchsten Reifegrade zeichnen sich durch Personalisierung nach Branchen und Personas sowie kontinuierliche Updates alle 3-6 Monate aus.
Während Basis-SEO auf Crawlability und Metadaten fokussiert, geht es bei höheren Reifegraden um maschinenlesbare Struktur. Schema-Markup ist hier zentral: 73 % der Top-Ergebnisse nutzen es, aber 88 % aller Websites setzen es nicht ein. Fortgeschrittene Unternehmen haben Schema auf den meisten Seiten implementiert, umfassende Sitemaps mit Last-Modified-Daten und klare Heading-Hierarchien. Die höchsten Level automatisieren Schema-Generierung und pilotieren neue Standards wie llms.txt oder MCP-Server.
KI-Systeme gewichten Erwähnungen Ihrer Marke über vertrauenswürdige Quellen erheblich. Digital PR – Podcasts, Gastbeiträge, Branchenpublikationen, Community-Diskussionen – spielt eine größere Rolle als im traditionellen SEO. E-E-A-T-Signale (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) werden durch konkrete Maßnahmen gestärkt: detaillierte Autorenprofile mit Qualifikationen und Berufserfahrung auf jeder Content-Seite, eigene Studien und Forschungsergebnisse, die andere zitieren möchten, sowie nachprüfbare Quellenangaben und Referenzen.
Fortgeschrittene Unternehmen bauen Autorität systematisch auf – etwa indem ein Logistikunternehmen erfolgreiche Kundenprojekte dokumentiert und in Fachmedien platziert, wodurch diese als Referenz in KI-Antworten erscheinen. Sie pflegen aktiv ihre Wikipedia-Einträge und Google Knowledge Panels mit aktuellen, korrekten Informationen und gestalten durch kontinuierliche Thought-Leadership-Beiträge die Branchengespräche mit.
Traditionelle Keyword-Rankings greifen bei KI-Suche nicht mehr. Neue Metriken fokussieren auf: Wird Ihre Marke erwähnt? Wie oft im Vergleich zu Wettbewerbern (Share of Voice)? Mit welchem Sentiment? Sind die Informationen korrekt? Frühe Phasen beginnen mit manuellen Checks in LLMs. Fortgeschrittene nutzen spezialisierte GEO-Tracking-Tools für tägliches Monitoring über verschiedene LLMs hinweg. Die höchsten Reifegrade nutzen Echtzeit-Daten, die direkt in Content-, Technical- und Authority-Entscheidungen einfließen.
GEO-Reife ist kein binärer Zustand, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Die Lücke zwischen früher und fortgeschrittener Reife ist primär keine Budgetfrage, sondern eine Frage von strategischem Fokus und systematischer Umsetzung. Unternehmen mit begrenzten Ressourcen, aber klarer Priorisierung, machen oft schnellere Fortschritte als größere Organisationen mit verstreuten Ansätzen.
Während sich das Feld weiterentwickelt, ist die Richtung eindeutig: KI-vermittelte Suche wächst schnell. Marken, die jetzt systematische Optimierungsfähigkeiten aufbauen, etablieren Positionen, die zunehmend wertvoll werden. Die Frage für B2B-Entscheider lautet: Wo steht Ihre Organisation heute – und welche konkreten Schritte unternehmen Sie im nächsten Quartal?
Uhura unterstützt B2B-Unternehmen mit GEO-Audits, Reifegrad-Assessments und technischer Optimierung zur systematischen Verbesserung der Sichtbarkeit in KI-gesteuerter Suche. Klicken Sie einfach auf den Button unten, um Ihre GEO-Checkliste herunterzuladen. Noch Fragen oder Wünsche? Melden Sie sich einfach bei uns.


