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Webdesign-Trends 2014

von
Kai Wermer
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8.1.2014
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Das Jahr 2013 liegt hinter uns und es war ein bewegtes Jahr – auch und besonders im Hinblick auf Web-Technologien und Designansätze. Vieles werden wir 2014 in verbesserter und weiter entwickelter Form wiedersehen.

Responsive Webdesign

... wurde 2013 zum Quasi-Standard für Websites die dem Nutzer auf verschiedenen Geräten ein ähnliches Erlebnis bieten sollen. Wurde 2013 erst nur das Seitenlayout responsive, so werden in diesem Jahr auch die Bilder und Grafiken responsive. Dies ist vor allem für die Angebote entscheidend, die zur Finanzierung auf Werbung angewiesen sind.

Responsive Design

Die Maxime "Mobile First" sollte 2014 nochmal überdacht werden, denn ob jede Website zuerst mobil genutzt wird und sich alle anderen Nutzungsszenarien dieser Prämisse unterordnen sollten, ist zumindest als fraglich zu bezeichnen. Bildete 2013 noch vielfach der sogenannte "Metro-Style" mit seiner Kachel-Optik à la Windows 8 die Grundlage für responsive Layouts, wünschen wir uns dafür viele neue Ansätze in 2014.

Metrodesign

Inhalt-zentriertes Design

Der Trend in der Websitegestaltung geht eindeutig in die Richtung Klarheit und Einfachheit. Unsere Bereitschaft, sich lange mit komplexen Inhalten zu beschäftigen, hat tendenziell abgenommen. Angebote, die ihre Inhalte auf den Kern reduzieren, Nutzer emotionalisieren und ablenkende Elemente ausblenden, werden gewinnen. Ein wichtiges Thema dabei ist das sogenannte "Flat-Design". Versuchte man bis vor kurzem noch Analogien zur realen Welt im Internet zu betonen und z.B. Buttons und Navigationselemente möglichst realitätsnah zu gestalten (Skeuomorphismus), so wird der Fokus zukünftig auf der reinen Funktionalität und der Benutzerführung liegen. Unterstützt wird dies durch die Verlagerung von gerade nicht benötigten Elementen (z.B. Navigation) in den sogenannten "Off-Canvas"-Bereich. Bei Bedarf sind sie wieder aufrufbar und erlauben in der Zwischenzeit ein ungestörtes Web-Erlebnis.

Flatdesign
Skeuomorphismus

Emotionalisierung

Der Verzicht auf  zu viel "Chi chi" beim Nutzerinterface schafft Raum für eine fokussiertere Inszenierungen und besseres Storytelling. Große Bilder und Video-Hintergründe emotionalisieren den Nutzer und laden ihn zum "Eintauchen" ein. Flat-Design und einfachere Farbschemata schaffen Ruhe und rücken die Web-Typografie in den Mittelpunkt. Das Arial und Verdana-Einerlei gehört schon seit Längerem der Vergangenheit an. 2013 sahen wir immer mehr Alternativen bei den Web-Fonts. Das Jahr 2014 wird uns noch mehr Abwechslung und erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten bringen, wie die sogenannte "Non-Boring-Typography", die sich durch übergroße Headlines auszeichnet, oder auch die "Mix-and-Match-Typography", bei der viele verschiedene, auch handgemalt wirkende Schriften zusammen das Gesamtbild beleben.

Parallax Scrolling und Asynchronious Scrolling

Um 2013 tauchten immer mehr sogenannte "One-Page-Layouts" im Web auf. Versuchte man früher langes Scrollen eher zu vermeiden, so nutzt man heute den jedem Nutzer vertrauten Vorgang für unterhaltende und eindrucksvolle Effekte (parallaxes Scollen), als auch dazu, den Inhalt mit Technologien zu unterstützen (asynchronious Scrolling). Dabei scrollt z.B. ein Teil der Website, wie etwa die Textspalte in gewohnter Manier, während ein anderer Teil in entgegengesetzter Richtung zu den jeweils passenden Zusatzinformationen scrollt. Auf diese Weise wird ein Angebot gleichzeitig "cooler" und auf elegante Weise informationsdichter.

Paralax

Video statt Text

Bewegte Bilder schlagen Unbewegtes – und reinen Text erst recht! 2014 werden wir immer öfter Videos sehen die als Teaser fungieren und den User begrüßen – oft in Full-Screen und/oder Video-Hintergrund. Emotionen lassen sich durch bewegte Bilder in Kombination mit Sound eben viel besser transportieren als mit "Bilder-Slidern" deren Nutzung 2014 voraussichtlich weiter abnehmen wird. War bis vor kurzem noch Flash nötig um Video befriedigend steuern zu können, stehen inzwischen HTML-5 Technologien zur Verfügung die ähnliche Flexibilität bieten. Für 2014  erwarten wir noch mehr Möglichkeiten und noch ausgereiftere allgemeingültige Lösungen.

"One more Thing..." für Websites

Information und Nutzwert ist das eine, Crazy and  Cool Things das andere. HMTL entwickelt sich immer mehr zur Technologie für Animationen und Interaktion. Befinden sich heute noch viele interessante und lustige Storytelling- und Unterhaltungs-Gimmicks im Experimentalstadium, werden wir in 2014 eine Konsolidierung der Technologie sehen und dürfen weiterhin auf das Potential gespannt sein, das darin steckt.

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